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Die Arbeits-
und Forschungsschwerpunkte der AG Primarstufe
LISA&KO
ist ein auf viele Jahre angelegtes Längsschnittprojekt
(1999-2007; Montag-Stiftung, Innovationsfonds und
Eigenmittel), in dem Hans Brügelmann, Hans Werner Heymann
und viele andere kooperieren. Für die "Lernbiografien
im schulischen und außerschulischen Kontext" erstellen
Lehramtsstudierende in ihren Staatsarbeiten Porträts von
Kindern von 5 bis 15, die alle zwei Jahre wiederholt
werden (sollen). Im Zentrum steht die mathematische und
schriftsprachliche Entwicklung, wobei in den Fallstudien
standardisierte und informelle Verfahren kombiniert
werden, um eine mehrperspektivische Darstellung zu
erreichen. Als Zwischenergebnis sind zwei Dissertationen
(Sandra Langer und Carsten Rohlfs) sowie eine Habilitation
(Argyro Panagiotopoulou) in Vorbereitung. Teilprojekte zum
Schulanfang und zum übergang in die Sekundarstufe werden
in einen Antrag auf eine DFG-ForscherInnengruppe des MPI
für Bildungsforschung (Berlin) bzw. in das Programm "Wirksamkeit
des Bildungssystems" des MSWF (Düsseldorf) eingebracht.
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In unserem Projekt "BLISS
- eine Begriffsschrift als Brücke vom Malen zum
Schreiben" untersuchten Thomas Franzkowiak und Hans Brügelmann
zusammen mit einem studentischen Mitarbeiterteam
die Präventionskraft von drei vorschulischen Förderprogrammen
im Blick auf Lernschwierigkeiten beim Schriftspracherwerb
in der Grundschule. Das von der Deutschen
Forschungsgemeinschaft und dem Ministerium für Schule und
Weiterbildung NRW unterstützte Projekt hatte eine
Laufzeit von vier Jahren (1998-2002). In vier Wellen
wurden die Förderprogramme zunächst im Kindergarten mit
unausgelesenen Stichproben, danach in zwei Wellen in
Schulkindergärten erprobt. Die Phase der Auswertung der
wichtigsten Befunde ist mit der Dissertation von Thomas
Franzkowiak (2008) zunächst abgeschlossen; weitere
Detailauswertungen sollen sich jedoch anschließen.
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Die OASE-Werkstatt
ist 1997 im Rahmen des Projekts OASE (Offene
Arbeits-
und Sozialformen
entwickeln,
1994-2002 Friedrich Erhard Stiftung) entstanden, das sich
mit den Bedingungen für die öffnung von Unterricht beschäftigt.
In
Fortsetzung dieser Projektinitiative werden in der OASE
offene Formen des Arbeitens und Lernens dokumentiert,
praktiziert und analysiert, um deren Verbreitung in der
Grundschule zu fördern.
Konzeptionell
lässt sich die OASE-Werkstatt in die Lernwerkstättenbewegung
einordnen. Als Lernwerkstatt an einer Hochschule werden u.a.
folgende Ziele verfolgt:
-
Lehre
und Studium innerhalb des Studiengangs Primarstufe/GHR
im Sinne einer "pädagogischen" Ausbildung zu
unterstützen;
-
Eine
praxisnahe Ausbildung der Studierenden über die Arbeit
mit Kindern - direkt vor Ort - zu fördern (z.B.
Schreibwerkstatt)
-
sich
an der Weiterentwicklung von offenen Lernsituationen und
Arbeitsformen in der Schulpraxis selbst aktiv zu
beteiligen;
-
Kontakte
zu anderen Einrichtungen der LehrerInnenbildung
innerhalb der Hochschule und über die Hochschule hinaus
zu fördern.
Seit
Herbst 2002 hat Barbara Müller-Naendrup die Leitung der
OASE und ihrer Kooperation mit Schulen der Region übernommen.
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Noch nicht um Intervention,
sondern um diagnostische Probleme geht es in dem Projekt LOGIK-R,
einer Reanalyse von Daten aus dem entwicklungspsychologischen
Längsschnitt "Longitudinalstudie der Genese individueller
Kompetenzen" (von 4 bis 17) von Weinert, Schneider
u.a. am MPI für psychologische Forschung in München
(2001-2002; MSWF). Zu verschiedenen Prädiktoren überprüfen
Lisa Jochum und Hans Brügelmann die Möglichkeit kurz-, mittel-
und langfristiger Risikoprognosen (Kriterium: Schwierigkeiten
beim Lesen- und Schreibenlernen mit 8, 10 und 17 Jahren)
sowie Fallanalysen unterschiedlicher Verlaufstypen der
Schriftsprachentwicklung.
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Ebenfalls eine Reanalyse
führen Katja Wehrheim, Sina Gerlach und Hans Brügelmann
im Projekt IEA-R
mit Daten
aus der internationalen Lesestudie von 1991 durch, einer
Vorläuferstudie von PISA (2001-2002; Eigenmittel).
Anhand von zwei frei formulierten Antworttexten zu den Leseaufgaben
gewinnen wir Indikatoren für die Schriftsprach- und
Rechtschreibleistungen von 8.-KlässlerInnen, die wir
zum einen mit unseren damaligen Befunden aus 1. bis 4. Klassen
im "Schreibvergleich BRDDR" (1990/91) und zum
anderen mit Rechtschreibleistungen heutiger SchülerInnen
der Sekundarstufe vergleichen können.
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Die Sekundäranalyse
der Rechtschreibung in eigenen Texten (2002-2003) wird durchgeführt
von Hans Brügelmann (Universität Siegen). Sie
bezieht sich auf Material aus der Studie
NRW-KIDS
2001 von Behnken/ Maschke/ Stecher/ Zinnecker (SIZE,
Universität Siegen). Es handelt sich um die formalsprachliche
Auswertung eines freien Textes, den die SchülerInnen
der vierten bis zehnten Klassen als Wahlaufgabe im Rahmen
einer Befragung zu ihren Alltags- und Schulerfahrungen schreiben
konnten. Die Erhebung war als Repräsentativstudie unter
nordrhein-westfälischen SchülerInnen angelegt.
Insgesamt liegen Fragebögen von rund 8.000 SchülerInnen
vor. Die Ergebnisse werden verglichen mit Daten aus zwei
früheren Studien: aus unserem Schreibvergleich Bundesrepublik-DDR
(1990/91) und einer Rechtschreibauswertung von Texten von
Lehmann u. a. aus der IEA-Lesestudie (1991).
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Im Projekt EVA-ELB
("Evaluation der ersten Phase der LehrerInnenausbildung")
befragen wir LehramtsanwärterInnen in den Studienseminaren
zu ihrer Einschätzung des Studiums als Vorbereitung
auf die zweite Phase (2000-2002; KSL der Universität).
Nach einem ersten Durchlauf in NRW haben Hendrik Coelen
und Hans Brügelmann jetzt auch baden-württembergische LehramtsanwärterInnen
zu ihren Studienerfahrungen an den Pädagogischen Hochschulen
befragt, so dass Vergleiche von Systemdifferenzen, von Hochschulen
innerhalb der beiden Systeme und von Fächern innerhalb
von Hochschulen (sowie zwischen ihnen) möglich sind.
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Die
"Didaktische Entwicklungs- und Prüfstelle für Lernsoftware
Primarstufe" (DEP)
haben Erika Brinkmann und Hans Brügelmann gemeinsam mit
Alexandra Pistor, Sigrid Schmalenbach, Thomas Tappert u. a.
aufgebaut (1999-2002; MSWF). Produkte sind einerseits (fach-)didaktische
Kriterien für die Beurteilung von Computerprogrammen, zum
anderen Evaluationsberichte über die Rezension und Erprobung
von Programmen. Ein Teilprojekt von DEP ist das Kindernetcafé
im Lÿz, in dem Studierende mit Kindern an Computern
arbeiten, vor allem mit GrundschülerInnen, die Schwierigkeiten
beim Lesen- und Schreibenlernen haben.
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Das
Projekt "Lese-Untersuchung
mit dem Stolperwörter-Test (LUST)" (2002-2003)
wird gefördert vom Grundschulverband e. V., Frankfurt,
und der Zukunftsstiftung Bildung, Bochum. Die Studie wurde
zur Mitte des Schuljahres 2002/03 durchgeführt in drei
Schulamtsbezirken Nordrhein-Westfalen (Rhein-Sieg-Kreis;
Märkischer Kreis und Kreis Siegen-Wittgenstein), in
denen allen LehrerInnen der 2., 3. und 4. Klassen der Test
und dessen Auswertung durch das Projekt angeboten wurde.
Es haben rund 700 LehrerInnen mit ungefähr 15.000 SchülerInnen
teilgenommen, darunter auch eine Zusatzstichprobe aus 25
vierten Schuljahren in sozialen Brennpunkten in Köln.
Die Erhebung wird geleitet und ausgewertet von Hans Brügelmann,
Universität Siegen.
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Das
Projekt "Schichtspezifisches
Lernen außerhalb von Unterricht" (SCHLAU)
wird geleitet von Hans Brügelmann und Hans Werner Heymann
sowie Hendrik Coelen und Jörg Siewert.
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Das Projekt
"Come_in"
(externer Link) unter der Leitung von Professor Volker Wulf (FB 5) wird in
Kooperation mit der Arbeitsgruppe Primarstufe (Hans Brügelmann)
durchgeführt.
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Seit
Februar 2008 ist die Arbeitsgruppe Primarstufe, vertreten
durch Hans Brügelmann und Axel Backhaus, am Forschungsverbund
"PROFESS
- Professionalisierung - Alphabetisierung -
Grundbildung" beteiligt. Das vom Bundesministerium für
Bildung und Forschung geförderte Projekt "PROFESS" zielt
darauf ab, einen Master-Studiengang als Aufbau-Studium "Alphabetisierungs- und Grundbildungs-Pädagogik" zu
entwickeln und zu erproben. Somit will PROFESS einen Beitrag
zur Professionalisierung der Alphabetisierungs- und
Grundbildungspraxis leisten.
Gemeinsam mit der PH Schwäbisch Gmünd und den dortigen
Kooperationspartner/-innen Erika Brinkmann und R.-Philipp
Rackwitz werden von der Siegener Arbeitsgruppe Verfahren und
Konzepte für eine dialogische Diagnostik entwickelt. Dies
sowohl über die Adaptation von Eigenentwicklungen und
etablierten Verfahren aus dem (Grund-)Schulbereich sowie über
die Gestaltung von Modulbausteinen für den neuen
Master-Studiengang. Die Förderung des Projekts wie des
Verbunds PROFESS erfolgt durch das BMBF.
Externer
Link: http://www.profess-projekt.de
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"Reformpädagogische
Arbeitsstelle 'Blick über den Zaun' an der Universität
Siegen"
Der
Blick
über den Zaun ist ein Verbund reformpädagogisch
engagierter Schulen, der seit 1989 besteht. Er will durch
regelmäßige wechselseitige Besuche ("peer reviews"),
durch Tagungen und weitere Aktivitäten dazu beitragen, dass
Schulen im direkten Erfahrungsaustausch voneinander lernen:
einander anregen, ermutigen, unterstützen. Dafür wird ein
alternatives Evaluations- und Schulentwicklungskonzept
ausgearbeitet und erprobt.
Zur
Unterstützung der inhaltlichen, strukturellen und
organisatorischen Weiterentwicklung des Schulverbunds wurde an
der Universität Siegen zum Juli 2008 die "Reformpädagogische
Arbeitsstelle 'Blick über den Zaun' an der Universität
Siegen" eingerichtet. Diese wird gemeinsam von Axel Backhaus
und Hans Brügelmann geleitet. Finanziell werden ihre Aktivitäten
von der Montag-Stiftung "Jugend und Gesellschaft", Bonn,
sowie der Robert-Bosch-Stiftung, Stuttgart, gefördert.
Externer
Link: http://www.blickueberdenzaun.de/
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Das
von der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gefördertes
Forschungsprojekt "Partizipation an (ganztägigen)
Grundschulen" (PagGs) untersucht, inwiefern Partizipation ein
Anspruch in Schulentwicklungsprozessen ist, wie verschiedene
Beteiligte (Leitungspersonal, Lehrer, weiteres pädagogisch tätiges
Personal und Schüler) diesen Anspruch interpretieren und wie
sie seine Umsetzung im Schulalltag wahrnehmen.
Das
Projekt hat zum Ziel, Möglichkeiten (und auch Grenzen) von
Partizipation in unterschiedlichen Ganztagsmodellen aufzuzeigen
und - davon ausgehend - vertieft zu erforschen. Insbesondere
sollen Bedingungen gelingender Partizipation und Faktoren, die
ihre Umsetzung erschweren, erforscht werden.
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