DEP - Didaktische Entwicklungs- und Prüfstelle für Lernsoftware Primarstufe

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Selbstständiges Lernen und Individualisierung „von unten“

Alte und neue Medien als Herausforderung und Hilfe in der Grundschule

 

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Broschüre

Neuauflage August 2006:

Erika Brinkmann, Hans Brügelmann, Axel Backhaus (Hrsg.):

Selbstständiges Lernen und Individualisierung „von unten“. Alte und neue Medien als Herausforderung und Hilfe in der Grundschule.

Eine Broschüre des Projekts DEP (Siegen) und der Medienberatung NRW

Bestellung

Die Broschüre (196 Seiten) ist gegen eine Gebühr von 10 € (inkl. Versand) zu bestellen bei:

 

Gisela Rosenthal

FB 02 / Arbeitsgruppe Primarstufe

Universität Siegen

Adolf-Reichwein-Str. 2

57068 Siegen

 

oder online unter: http://www.agprim.uni-siegen.de/formular/buchbestellungagprim.html

 

Für Studierende kostet die Broschüre 4 €, für Externe und HochschulmitarbeiterInnen 8 € bei Kauf vor Ort (im Büro von Frau Rosenthal AR-E 7109).

 

Inhaltsverzeichnis

 

Kurzvorstellung

Wer einen Hammer hat, dem wird die Welt zum Nagel. Ähnliches lässt sich über Computer im Unterricht sagen. Die Didaktische Entwicklungs- und Prüfstelle für Lernsoftware Primarstufe (FB 2) verfolgt einen anderen Ansatz. Sie entwickelt ihre Kriterien aus Anforderungen an guten Unterricht. Selbstständiges Lernen zu fördern ist der eine Anspruch, den Unterschieden zwischen den Kindern gerecht zu werden der zweite.

Allerdings: Eine Differenzierung durch die Lehrerin überfordert diese, wenn man an die vielfältig differierenden Lernvoraussetzungen schon am Schulanfang denkt. Keine Lehrerin kann für jedes Kind ein maßgeschneidertes Programm entwerfen. Aber muss sie es – ja, soll sie es überhaupt?

Nimmt man das Prinzip des selbstständigen Lernens ernst, gibt es eine Alternative: Die Kinder selbst wählen ihre Aufgaben, bestimmen Inhalte und Lernwege. Bieten Computer-Programme hier Vorteile gegenüber anderen Medien? In bestimmten Bereichen ja – jedenfalls im Prinzip: als Werkzeug (Textverarbeitung, Datenbank, „Sprechende Anlauttabelle“), als Simulation (z. B. sozialer und technischer Vorgänge), auch als Übungsprogramm – wenn es Leerstellen enthält, z. B. um eigene Wörter einzugeben, und alternative Einstellungen, um die Schwierigkeit der Aufgabe zu verändern.

Die meisten Programme allerdings nutzen die besonderen technischen Möglichkeiten des Computers nicht. Sie kopieren lediglich traditionelle Aufgabenformen auf den Bildschirm und suchen nach einer attraktiven Verpackung (Farbe, Bewegung, Töne). Zu beachten ist darüber hinaus ein weiteres Ergebnis der Analysen der Didaktischen Entwicklungs- und Prüfstelle: Der Nutzen eines Programms ist konzept- und kontextabhängig. Entgegen vielfach geäußerten Hoffnungen (oder Befürchtungen...) wirkt Software nicht situations-neutral. Die didaktische Konzeption der Lehrperson und die pädagogische Kultur des Klassenzimmers prägen, wie das Medium Computer, wie ein konkretes Programm eingesetzt und wie es von den SchülerInnen wahrgenommen wird. Deshalb enthält der vorgestellte Band nicht nur Kriterien für die Beurteilung von Software (in den Bereichen Schriftsprache, Mathematik, Sachunterricht), sondern vor allem kommentierte Beispiele für einen gelungenen Einsatz in konkreten Kontexten.