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Bestellung
Die Broschüre (196 Seiten) ist gegen eine Gebühr von
10 € (inkl. Versand) zu bestellen bei:
Gisela Rosenthal
FB 02 / Arbeitsgruppe Primarstufe
Universität Siegen
Adolf-Reichwein-Str. 2
57068 Siegen
oder
online unter: http://www.agprim.uni-siegen.de/formular/buchbestellungagprim.html
Für
Studierende kostet die Broschüre 4 €, für Externe und
HochschulmitarbeiterInnen 8 € bei Kauf vor Ort (im Büro
von Frau Rosenthal AR-E 7109).
Inhaltsverzeichnis
Kurzvorstellung
Wer einen Hammer hat, dem wird die Welt
zum Nagel. Ähnliches lässt sich über Computer im Unterricht sagen. Die Didaktische
Entwicklungs- und Prüfstelle für Lernsoftware Primarstufe (FB 2) verfolgt
einen anderen Ansatz. Sie entwickelt ihre Kriterien aus Anforderungen an guten
Unterricht. Selbstständiges Lernen zu fördern ist der eine Anspruch, den
Unterschieden zwischen den Kindern gerecht zu werden der zweite.
Allerdings: Eine Differenzierung durch
die Lehrerin überfordert diese, wenn man an die vielfältig differierenden
Lernvoraussetzungen schon am Schulanfang denkt. Keine Lehrerin kann für jedes
Kind ein maßgeschneidertes Programm entwerfen. Aber muss sie es – ja, soll
sie es überhaupt?
Nimmt man das Prinzip des selbstständigen
Lernens ernst, gibt es eine Alternative: Die Kinder selbst wählen ihre
Aufgaben, bestimmen Inhalte und Lernwege. Bieten Computer-Programme hier
Vorteile gegenüber anderen Medien? In bestimmten Bereichen ja – jedenfalls im
Prinzip: als Werkzeug (Textverarbeitung, Datenbank, „Sprechende
Anlauttabelle“), als Simulation (z. B. sozialer und technischer Vorgänge),
auch als Übungsprogramm – wenn es Leerstellen enthält, z. B. um eigene Wörter
einzugeben, und alternative Einstellungen, um die Schwierigkeit der Aufgabe zu
verändern.
Die meisten Programme allerdings nutzen
die besonderen technischen Möglichkeiten des Computers nicht. Sie kopieren
lediglich traditionelle Aufgabenformen auf den Bildschirm und suchen nach einer
attraktiven Verpackung (Farbe, Bewegung, Töne). Zu beachten ist darüber hinaus
ein weiteres Ergebnis der Analysen der Didaktischen Entwicklungs- und Prüfstelle:
Der Nutzen eines Programms ist konzept- und kontextabhängig.
Entgegen vielfach geäußerten Hoffnungen (oder Befürchtungen...) wirkt
Software nicht situations-neutral. Die didaktische Konzeption der Lehrperson und
die pädagogische Kultur des Klassenzimmers prägen, wie das Medium Computer,
wie ein konkretes Programm eingesetzt und wie es von den SchülerInnen
wahrgenommen wird. Deshalb enthält der vorgestellte Band nicht nur Kriterien für
die Beurteilung von Software (in den Bereichen Schriftsprache, Mathematik,
Sachunterricht), sondern vor allem kommentierte Beispiele für einen gelungenen
Einsatz in konkreten Kontexten.
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